Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
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Praxisklinik Feifel • Kasperek und Kollegen
Friedrich-Ebert-Allee 100
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Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Beratung

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind nach Herzfehlern die häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Ursächlich sind genetische Faktoren und Umwelteinflüsse. Die strukturellen Veränderungen von Lippe, Kiefer und Gaumen entstehen unbemerkt früh in der Schwangerschaft. Im Rahmen der modernen Pränataldiagnostik lassen sich Spaltbildungen durch spezielle Ultraschalldiagnostik erkennen. Die Konfrontation mit dieser Diagnose ist für die werdenden Eltern oftmals erschreckend und mit großen Ängsten für die Zukunft ihres Kindes verbunden. In dieser Phase ist es unser vordringliches Bestreben, die Eltern einfühlsam und kompetent über die Art der Erkrankung aufzuklären und die Möglichkeiten der Therapie darzustellen. So werden Ängste genommen und Perspektiven für ein normales Leben mit dieser Erkrankung aufgezeigt. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten lassen sich heute nämlich durch moderne Operationstechniken mit besten funktionellen und ästhetischen Ergebnissen korrigieren. Um sich mit Eltern anderer betroffener Kinder austauschen zu können, stellen wir auch den Kontakt zur Selbsthilfevereinigung für Lippen-Gaumen-Fehlbildungen e. V. her.

Spaltsprechstunde

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Zusammenarbeit von Behandlern verschiedener Fachdisziplinen. Wir pflegen deshalb eine intensive interdisziplinäre Kooperation mit Gynäkologen, Kinderärzten, Kieferorthopäden, Logopäden, Zahnärzten und Hals-Nasen-Ohrenärzten. Dabei arbeiten wir sowohl mit Geburtskliniken als auch niedergelassenen Kollegen am Wohnort der Patienten zusammen. In der speziellen Spaltsprechstunde unserer Praxisklinik stellen die Eltern ihre Kinder routinemäßig einmal jährlich Prof. Feifel vor. Die von ihm durchgeführten Untersuchungen zeigen, ob aktuell Behandlungen oder Überweisungen zu Fachkollegen erforderlich sind. Werden Eingriffe vorgenommen, sind häufigere Vorstellungen erforderlich. Die Kinder werden so bis zum Abschluss des Wachstums intensiv betreut, um auf Veränderungen während der Entwicklung adäquat therapeutisch reagieren zu können.

Therapie

Prof. Feifel operiert jährlich 30-40 Spaltpatienten in Aachen und bis zu 20 weitere Patienten im Rahmen internationaler humanitärer Einsätze. Bei entsprechender Indikation wird eine Gaumenplatte direkt nach der Geburt eingegliedert und bis zur Operation belassen. Die Gaumenplatte wird angepasst, wenn der Halt nicht mehr ausreichend ist. Dies ist in der Regel ein bis zwei Mal der Fall. Der Lippenverschluss erfolgt im Alter von vier bis sechs Monaten, der Gaumenverschluss im Alter von neun bis zwölf Monaten. Die Kieferspaltosteoplastik wird im Alter von neun bis zwölf Jahren abhängig vom Zahndurchbruch in Absprache mit dem behandelnden Kieferorthopäden vorgenommen. Die Operationstermine hängen vom Alter, Gewicht und Gesamtzustand des Kindes ab. Sie können sich bei Krankheiten, z.B. Infektionen, verschieben. Terminzwänge und -wünsche seitens der Eltern werden ebenfalls berücksichtigt. Eltern dürfen während der Narkoseeinleitung bei ihrem Kind bleiben. Sobald das Kind in den Aufwachraum gebracht wird, können die Eltern zu ihrem Kind kommen. Alle Kinder sind mit der Mutter oder dem Vater zusammen in einem Einzelzimmer untergebracht. Die Eltern haben die Möglichkeit rund um die Uhr bei ihrem Kind zu bleiben. Bei häuslichen Betreuungsproblemen werden kleine Geschwisterkinder ggf. mit stationär aufgenommen. Trotz sorgfältigster Durchführung der oben genannten Eingriffe kann es im Laufe des Wachstums auf Grund von Narbenbildungen oder der vorgegebenen abweichenden anatomischen Strukturen erforderlich werden, weitere Eingriffe durchzuführen. Diese werden in der Regel nach Abschluss des Wachstums vorgenommen. Eine Rücklage des Oberkiefers lässt sich durch eine Oberkiefervorverlagerung beseitigen. Die bei ausgeprägten Spalten oftmals vorhandene Abweichung der Nase zu einer Seite korrigiert man durch eine Septorhinoplastik, bei der sowohl die knöchernen als auch die Weichteilstrukturen operiert werden. So lassen sich die Nasenatmung und Ästhetik verbessern.

Humanitäres Engagement

Seit 2009 nimmt Prof. Feifel an internationalen Einsätzen zur Versorgung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in Tadschikistan teil. Ziel dieser Projekte ist es, den Kindern durch die Operationen ihre Behinderung zu nehmen und Ihnen ein Leben frei von sozialer Stigmatisierung in Würde zu ermöglichen. Näheres zu den Einsätzen, ihrer Finanzierung und den Behandler-Teams erfahren Sie unter humanitäre Hilfe.

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